Autor: Kora Blanken

Leserbrief eines Kommas

Am 24. September ist der Tag des Satzzeichens. Uns hat dazu ein Brief erreicht, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten. Absender ist ein Komma.

Offene Worte zum Tag des Satzzeichens

Lieber Zeichensetzer,

ja, ich weiß. Du magst mich nicht sonderlich. Und das verstehe ich auch. Ich bin anstrengend und oft zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber mal Hand auf die Tastatur. Das liegt doch vor allem an dir. Setz’ mich doch einfach an die richtige Stelle. Dann kann ich sogar zum Retter werden.

Ich will ja nicht auf die Tränendrüse drücken, aber ich habe wirklich schon Furchtbares erlebt. Eine Geschichte, die noch immer im Internet kursiert, muss ich dir unbedingt erzählen. Damals kam ich bei einem König zum Einsatz, der einen Verbrecher hängen lassen wollte. Als er in letzter Sekunde von der Unschuld des Mannes erfuhr, schrieb er schnell eine Nachricht an den Scharfrichter.

Wartet nicht, hängen!

Das stand darauf. Furchtbar! Der König hatte mich, das Komma, an die falsche Stelle gesetzt. Der Mann kam an den Galgen. Der König aber hatte schreiben wollen:

Wartet, nicht hängen!

Schöpfer des ersten Kommas war übrigens der Buchdrucker Aldus Manutius. Nachdem die alten Griechen schon mit meinen – zugegeben etwas beschränkten – Vorfahren zu tun hatten, erkannte Manutius meine wahre Bedeutung und setzte mich in seinen Druckerzeugnissen ein. Von da an ging es jahundertelang steil bergauf.

Doch irgendwie scheint meine Hochzeit vorbei. Obwohl immer mehr Texte geschrieben und gedruckt werden, komme ich, das Komma, immer seltener vor. Zumindest habe ich das Gefühl. Und richtig umgehen kann auch nicht mehr jeder mit mir. Als schlimmste Beleidigung empfinde ich es übrigens, dass das Semikolon – dieser Bastard aus Komma und Punkt – inflationär gebraucht wird. #Zwinkersmiley

Kommaregeln einfach erklärt

Komisch, wenn es nicht um Worte geht, sondern um Zahlen, bin ich dir plötzlich an der richtigen Stelle besonders wichtig. Ob du an der Kasse 15,00 Euro bezahlst oder 1500 Euro ist dir nämlich doch nicht egal … Okay, okay, ich will nicht weiter meckern. Ich bin ja froh, dass es mich überhaupt noch gibt. Vielleicht können wir einfach ein paar Umgangsregeln vereinbaren, damit du mich nicht so oft in die Bredouille bringst. Im Gegenzug lasse ich mich dann einfacher setzen. Ich bin mir sicher, wenn du mich erst einmal verstanden hast, fällt dir das gar nicht mehr so schwer.

1. Setz’ mich bitte in Aufzählungen: 


Die Texte der Webseite, des Newsletters und des Kundenmagazins müssen überarbeitet werden.

2. Setz’ mich bitte vor und nach einer Apposition (Beifügung): 


Für das Kundenmagazin, das neu aufgelegt werden soll, brauchen wir neue Texte.

3. Setz’ mich bitte vor und nach einer Parenthese (Einschub):

Die Webseite, ein Aushängeschild für viele Unternehmen, ist heute kaum mehr wegzudenken.

4. Trenne Nebensätze bitte durch mich ab:

Der Newsletter wird meist per Mail verschickt, während das Kundenmagazin in der Regel per Post zugestellt wird.

5. Setze mich – wenn nötig – auch vor einem und.
Du hast gelernt, dass ich nie vor einem und stehen darf? Das ist falsch. Vor vielen und – das ist richtig – bin ich Fehl am Platz. Hier zum Beispiel:

Das Komma und der Punkt sollten richtig gesetzt werden.
Das Komma trennt zum Beispiel Nebensätze und der der Punkt beendet einen Satz.

Aber, Achtung! Wenn das und direkt vor einem Einschub steht, muss ich davor gesetzt werden:

Das Komma, das beispielsweise Nebensätze trennt, und der Punkt, der am Satzende gesetzt wird, sind häufige Satzzeichen.

6. Bitte vergiss mich nicht in Datums- und Zeitabgaben:

Am Montag, den 24. September, ist der Tag des Satzzeichens.

7. Vergiss mich auch nicht zwischen der direkten Rede und anderen Satzteilen – auch nicht, wenn die direkte Rede mit einem Frage- oder Ausrufezeichen abschließt.

„Wann ist endlich Tag des Satzzeichens?“, fragte das Komma.
„Heute!“, sagte das Komma.

Das Komma dankt

Egal ob in deinem Blog oder Newsletter, auf den Texten deiner Webseite oder deiner Abschlussarbeit – wenn du dich an einige dieser Umgangsregeln hältst, wäre ich dir sehr dankbar. Und deine Leser sind es ganz bestimmt auch.

Du möchtest noch mehr über mich lernen? Dann schlag am besten hier nach. Der Rat für Rechtschreibung hat quasi einen Komma-Knigge entworfen … und zeigt dir auch, welche Vorlieben all meine Verwandten, etwa der Punkt und der Bindestrich, haben.

Und solltest du dir mit einem Text unsicher sein, kannst du ihn auch vom Team der medienweite Korrekturlesen lassen. Die haben sich schon viel mit mir auseinandergesetzt. In diesem Sinne …

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!

Dein Komma



Autor: Kora Blanken

Auf der Jagd nach den neuesten Marketing-Trends – unser DMEXCO-Besuch

Der Osnabrücker Hauptbahnhof am Mittwochmorgen. Es ist früh, eigentlich zu früh. Doch um von den neusten Trends der digitalen Welt zu hören, steigen wir sogar um 6:39 Uhr in den Zug nach Köln. Die DMEXCO ruft: noch größer und noch voller als in den vergangenen Jahren. 41.000 Besucher kommen zu dem Treffen der digitalen Wirtschaft. Außerdem präsentieren sich auf der DMEXCO 1.000 Aussteller aus 40 Ländern.

Den ersten Höhepunkt des Tages aber erleben wir noch im Zug: Er erreicht pünktlich um 8:51 Uhr Köln Hauptbahnhof. Da ist selbst der Schaffner ganz aus dem Häuschen … Nach einem kleinen Abstecher ins Hotel geht es zum Check-In in die Kölnmesse – natürlich per Digitalticket. In den kommenden zwei Tagen besuchen wir viele Vorträge und Gesprächsrunden, in denen mehr als 550 Speaker von ihren Erfahrungen berichten und Einschätzungen zu den digitalen Trends der Zukunft geben. Wir haben wirklich viel mitgenommen. 

Von der Wiege bis zur Bahre … 

… Formulare, Formulare. Daran hat sich auch im digitalen Zeitalter nichts geändert. Wer im Internet unterwegs ist, kann über Formulare viel erreichen. Doch die Experten üben auch Kritik. Formulare im Internet seien häufig zu kompliziert und zu wenig zielgruppenspezifisch. Hieran sollten die Entwickler ebenso arbeiten, wie an der Verbesserung automatischer Abfragen.

Video ist King!

Unter den Millennials wird die Generation verstanden, die heute zwischen 16 und 35 Jahre alt ist. Sie gilt als erste Generation der Digital Natives. Einhellige Meinung der Experten: Video ist die Zukunft. Schon jetzt ist das Video das Medium im Internet – sogar für noch ältere Zielgruppen. Das geschrieben Wort und klassische Online-Anzeigen verlieren in der digitalen Welt zunehmend an Bedeutung. Das hat natürlich Folgen für ein gezieltes Marketing. Wer seine Zielgruppen, allen voran die Millennials, erreichen will, wird diesen Kanal weiter ausbauen müssen. Darüber hinaus wird die klassische Produktwerbung weiter zurückgehen. Content ist und bleibt King. Wer gute Inhalte präsentiert und sie mit seiner Marke verknüpft, ist nach wie vor auf dem richtigen Weg. Markenbildung also, statt Produktwerbung.

Journalisten sind überflüssig?!

Ja und nein. Hier sind sich die befragten Experten auf der DMEXCO nicht einig. Während manche von ihnen die Meinung vertreten, dass alle Texte bald von Robotern geschrieben werden und Journalisten damit überflüssig machen, grenzen andere die Entwicklung ein. Einfache Nachrichten – Wetter- oder Sportmeldungen beispielsweise – werden bereits automatisch generiert, indem sie Informationen von Datenbanken abgreifen und diese in einen passende Text-Schnipsel einsetzen. Das werde in Zukunft sicherlich zunehmen. Doch neue Ideen könne kein Roboter mit Hilfe von Datenbanken entwickeln. Texte mit einer besonderen Drehe und Storytelling für Marken werden damit wohl auch weiterhin von Menschenhand gemacht.

Unter Beobachtung: Werbung bei YouTube und Amazon

YouTube ist bei Werbetreibenden ein noch unterschätzter Kanal. Dabei ist die Plattform mittlerweile zur zweitgrößten Suchmaschine der Welt avanciert. How-Tos und Tutorials etwa werden nicht mehr ergoogelt, sondern direkt über diesen Kanal gesucht. Da wundert es, dass YouTube als Werbekanal noch vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich das aber bald ändern. Und auch Amazon hat in Sachen Werbung noch viel Luft nach oben. Zwei Kanäle, die Unternehmen und Werber in der kommenden Zeit gut beobachten sollten.

Schöne neue Werbewelt: e-Sport auf dem Vormarsch

TimoX – das ist ein Spieler beim VfL Wolfsburg. Der 21-Jährige ist aber nicht auf dem heiligen Rasen der Volkswagen Arena sondern auf dem digitalen Spielfeld unterwegs. In Pro-Gamer, die e-Sport betreiben, wird zunehmend Geld investiert. Nicht nur Fußballvereine wie Paris St. Germain oder Manchester City, sondern auch einige deutsche Mannschaften haben mittlerweile eigene e-Sports-Teams. Das zunehmende Interesse daran öffnet auch der Werbewelt neue Türen.

Hierzu noch eine kleine Anekdote am Rande: Im Taxi auf dem Weg zur DMEXCO hörten wir in den Nachrichten von einem neuen Trend in den USA. Hier sollen Eltern ihren Kindern Nachhilfe im Zocken zahlen – unter anderem mit dem Hintergedanken, den Teenagern eine Karriere als e-Sportler zu ermöglichen.

Mehrsprachigkeit größer denken

Eine Webseite in mehreren Sprachen ist im Regelfall kein Problem. Doch oft wird zu kurz gedacht. Für eine gute User Experience sind nicht alleine Texte in der richtigen Sprache von Bedeutung, sondern auch an welcher Stelle sie stehen. Darüber hinaus ist entscheidend, wie und wo alle anderen Webseiten-Elemente präsentiert werden. Das Surfverhalten ist von Land zu Land unterschiedlich. Im Idealfall ist eine Webseite natürlich daran angepasst.

Reichlich Infos für zwei Tage, die natürlich erst einmal genau überdacht werden müssen. Das geht der Erfahrung nach am besten im „Haxnhaus“ bei „lecker Essen und Kölsch“. Unser Besuch der Gaststätte direkt am Rhein nach dem ersten Tag der DMEXCO ist mittlerweile zur Tradition geworden.

Markenbildung als zentrale Aufgabe von Werbeagenturen

Voice heißt eines der Marketing-Zauberwörter in diesem Jahr. Sprachsteuerassistenten wie Alexa und Siri werden uns wohl auch in der nahen Zukunft begleiten und immer mehr Aufgaben abnehmen. An dieser Stelle hat das Marketing eine besonders wichtige Aufgabe: Markenbildung! Denn wenn Kunden per Sprachsteuerung im Onlineshop beispielsweise nur „Batterien“ bestellen, werden sie irgendein Produkt erhalten. Marken müssen sich daher herausschälen und User dazu bringen, ihre Marke zu nennen.

Die Buzzwords der Messe

Natürlich gibt es an diesem Abend viel Gesprächsstoff – auch zu den Buzzwords der DMEXCO 2018. Jedes Jahr überlegt sich die Branche neue hübsche Wörter, die klug klingen, aber nicht immer viel sagen. Auch dieses Jahr haben wir wieder eine Liste der Top-Buzzwords aufgestellt. Was sie bedeuten, erklärten wir in unserem Glossar Werbisch – Deutsch.

  1. Funnel
  2. KPI (Key Performance Indicator)
  3. Customer Journey
  4. Heritage
  5. Brand-Awareness
  6. Lookelike-Audience
  7. AI (Artificial Intelligence)
  8. ML (Machine Learning)
  9. Voice

Back in town

Die DMEXCO 2018 hat sich auf jeden Fall gelohnt.  „Für uns als Werbeagentur ist es immer gut, die neuesten Trends aus der Branche mitzubekommen“, sagt René. „Dafür ist die DMEXCO auf jeden Fall der richtige Ort.“ Nach dem zweiten Messetag geht es am Nachmittag – für zwei Drittel der Gruppe schlafend – im Zug zurück zum Osnabrücker Hauptbahnhof – mit vielen Ideen im Gepäck und immerhin nur 10 Minuten Verspätung.  

 



Autor: René

medienweite in 2016

Auf geht’s, das Jahr 2017 ist noch frisch. Traditionell blicken wir von der medienweite noch einmal zurück ins vergangene Jahr und schauen, was sich alles wie entwickelt hat.

Auch in 2016 haben wir uns wieder als Werbeagentur aus Osnabrück behaupten können.



Autor: René

innovate!2016 – spannender Abend im Theater Osnabrück

Valispace und infoMantis gewinnen die diesjährigen innovate! Awards

Auch in diesem wurden wieder die innovate!Awards verliehen und wir von der Werbeagentur medienweite aus Osnabrück waren hinter den Kulissen, sowie auf der Bühne, als Initiatoren mit dabei.

Spannende und inspirierende Keynotes sowie junge Gründer, aufstrebende Startups und Firmen mit kreativen Ideen – auch in diesem Jahr bot der Web-, IT-, und Medienkongress „innovate!“ ein tolles Programm. Schauplatz war am letzten Donnerstag das Osnabrücker Theater, das der Veranstaltung einen würdigen Rahmen verlieh.



Autor: Lina

Schneestempel

Schneestempel sind eine Guerilla-Marketingmaßnahme für den Winter, die noch stärker auffällt, wenn der Schnee eingefärbt wird. Auch wenn diese Marketingstrategie nicht lange anhält, bleibt aufgrund der Einzigartigkeit ein Eindruck beim Betrachter.

  • Lina
    Gastautor
    Lina

    Lina, eigentlich Carolina, ist Jahrgang 1997 und bereitet sich in einem 3-monatigen Praktikum bei der medienweite auf ihr Studium im Bereich BWL und Medienmanagement vor. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten hinter der Kamera oder als Gruppenleiterin bei den Wallenhorster Pfadfindern.



Autor: Timo

Praktikant in einer Werbeagentur – der Alltag zwischen Alternativkrawatten, Sushi und Fritz-Kola

Dienstag, 31.05.2016. 17 Uhr. Mein letztes Stündlein hat geschlagen. Gut, so drastisch ist es dann doch nicht. Aber heute endet der letzte Tag meines dreimonatigen Praktikums bei der medienweite. Und der René wünscht sich eine Zusammenfassung meiner Erlebnisse. Mach ich doch gern, Chef! 😉

  • Timo
    Gastautor
    Timo

    Timo ist Jahrgang 1992 und absolviert, zur Vorbereitung auf einen Studiengang in den Bereichen Medien- und Kommunikation, ein dreimonatiges Praktikum bei der medienweite. In seiner Freizeit verteilt er am liebsten Farbkugeln auf dem Paintballplatz.



Autor: René

Shopware Community Day 2016

Am 20.05.2016 lud unser E-Commerce-Partner Shopware zum sechsten Mal zum Community Day. Für uns, nach den Besuchen 2014 und 2015, natürlich wieder ein absoluter Pflichttermin. Dieses Jahr wollten uns die Veranstalter mit auf einen Tauchgang in die unerforschten Tiefen des virtuellen Ozeans nehmen. Das Rahmenprogramm versprach für die 1600 Teilnehmer viele interessante Inhalte mit 40 Messeständen, 60 Fachvorträgen und anschließender Beachparty. Wir waren also gespannt!

  • Timo
    Gastautor
    Timo

    Timo ist Jahrgang 1992 und absolviert, zur Vorbereitung auf einen Studiengang in den Bereichen Medien- und Kommunikation, ein dreimonatiges Praktikum bei der medienweite. In seiner Freizeit verteilt er am liebsten Farbkugeln auf dem Paintballplatz.



Autor: René

medienweite in 2015

Ach du schöner Jahresbeginn. Traditionell blicken wir von der medienweite noch einmal zurück ins vergangene Jahr und schauen, was sich alles wie entwickelt hat.

Auch in 2015 haben wir uns wieder als Werbeagentur aus Osnabrück behaupten können.