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Autor: Kora Blanken

Folge 1: So klappt’s mit der Suche nach dem Mitarbeiter*

*Wir lieben Menschen, aber auch unsere Sprache. Es ist schwierig, gendergerechte Formulierungen und eine flüssige Schreibweise zu vereinen. Deshalb verwenden wir in dieser Folge die männliche und in der kommenden die weibliche Form. Gemeint sind aber immer alle Geschlechter.
Viel Spaß beim Lesen!

Team medienweite

Was haben Restaurants, Softwareschmieden und Banken gemeinsam? Sie suchen alle händeringend nach Mitarbeitern. Die Konkurrenz innerhalb der einzelnen Branchen ist riesig. Wie es Unternehmen gelingt, Personal zu gewinnen, zu halten und sogar zu Unternehmensbotschaftern zu machen, gibt’s in unserer neuen Serie zu lesen.

Runter vom hohen Ross

Sie erinnern sich noch gut an die Zeiten, in denen Dutzende oder gar Hunderte Bewerbungen auf eine Ihrer Stellen in der Personalabteilung eintrudelten? Dann sind Ihnen bestimmt auch noch die Gespräche im Gedächtnis, bei denen dann die Crème de la Crème der Bewerber um den begehrten Job buhlte. Diese Zeiten sind schlicht und ergreifend vorbei.

Als Arbeitgeber heißt es jetzt: Runter vom hohen Ross. Sie sind jetzt der Bewerber. Und darin liegt eine große Chance. Sie und die Bewerber können sich voll auf Augenhöhe begegnen. Auf diese Weise hat der leergefegte Markt auch etwas Positives: Wer bei Ihnen anfängt, wird sich in den meisten Fällen ganz genau mit Ihrem Unternehmen beschäftigt haben und sich gezielt für Ihre Stelle und nicht einfach für einen Job entscheiden.

Seien Sie transparent

Wenn Lügen kurze Beine haben, hat Intransparenz Stummelfüße. Sprich: Damit kommt man in den meisten Fällen nicht weit. Selbstverständlich liegt es nahe, Unangenehmes zu verschweigen. Besonders wenn Sie befürchten, dass Bewerber den Job nicht annehmen würden, wenn sie die ganze Wahrheit erfahren.

Dieses Risiko sollten Sie allerdings unbedingt eingehen, wenn Sie an einer fruchtbaren Zusammenarbeit interessiert sind. Schließlich werden neue Kollegen die „Leiche im Keller“ früher oder später bemerken und schlimmstenfalls noch in der Probezeit die Beine in die Hand nehmen. Neben der Unannehmlichkeit werden sie letztlich auch noch an Ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln.

Egal ob die direkte Vorgesetzte das Unternehmen verlassen wird, die Abteilung umstrukturiert werden soll oder im kommenden Jahr einige Überstunden angeordnet werden müssen – gehen Sie mit dem Bewerber ins Gespräch. Vielleicht lehnt er den Job wegen einer Ihrer ehrlichen Informationen ab. Gut so. Besser beide Seiten merken rechtzeitig, dass Sie nicht zueinander passen. Bestenfalls ist Ihre Transparenz das Zünglein an der Waage, um sich für den Job zu entscheiden.

Bauen Sie Hemmschwellen ab

Der Markt ist absolut leergefegt. Wir wollen ehrlich sein: Sie kommen leider nur in den seltensten Fällen drumherum, neue Mitarbeiter von einem anderen Arbeitgeber abzuwerben. Sie haben Hemmschwellen, potentielle Bewerber bei XING oder ähnlichen Netzwerken anzuschreiben, wenn sie bereits in Lohn und Brot stehen? Das kennen wir von der Werbeagentur medienweite aus eigener Erfahrung sehr gut.

Aber Hand aufs Herz: Es macht doch keinen Unterschied für den Noch-Arbeitgeber des Bewerbers, ob Sie einen neuen Mitarbeiter mit einer bescheidenen Stellenausschreibung auf Ihrer Webseite, einem auffälligen Plakat oder direkt durch eine persönliche Nachricht auf sich aufmerksam machen.

Wenn Sie den Bewerber letztlich zu einem Wechsel bewegen, passen Sie wahrscheinlich gerade einfach besser zu seiner Lebenssituation oder haben ihm einfach mehr zu bieten. Das ist vollkommen legitim. Vergessen Sie an dieser Stelle aber nicht: Es kann auch mal andersherum laufen. Was Sie tun können, um Ihre Mitarbeiter langfristig zu halten, erfahren Sie deshalb in der nächsten Folge.

Kreativität zahlt sich aus

Mit einer 08/15-Stellenanzeige in der regionalen Tageszeitung locken Sie kaum noch eine Fachkraft zu einem Bewerbungsgespräch in Ihr Unternehmen. Es lohnt sich daher, ein bisschen mehr Zeit, Geld und Kreativität in die Personalakquise zu stecken.

Am besten stellen Sie sich dafür erst einmal ein paar wichtige Fragen:

  • Wer ist eigentlich Ihre Zielgruppe?
  • Wie tickt sie?
  • Wo ist sie unterwegs?
  • Was könnte ihre Aufmerksamkeit erregen?
  • Welche Hemmschwellen hat sie? Wie können Sie diese abbauen?
  • Was könnten sich potentielle Bewerber vom perfekten Arbeitgeber wünschen?
  • Welche Wünsche könnten Sie den Bewerbern erfüllen?

Mit diesen und ähnlichen Fragen können Sie den richtigen Ort und die passende Art für Ihre Stellenausschreibung oder Personalkampagne entwickeln. Möglich sind Medien und Produkte wie

  • Kinospots, die auf freie Stellen in Ihrem Unternehmen aufmerksam machen
  • Mitarbeiter- und Kundenmagazine, mit denen Sie sich auch einer breiten Öffentlichkeit präsentieren
  • Karriere- und Imagefilme, in denen Sie Ihr Unternehmen schmackhaft machen können
  • Audios wie zum Beispiel Podcasts, die Ihnen helfen, Ihre Bekanntheit und Ihr Image zu stärken
  • Digitale Karriereseiten, auf denen potentielle Mitarbeiter auf überzeugende Inhalte stoßen
  • Und viele weitere Möglichkeiten im Social-Media-Bereich oder Out-of-Home-Marketing, je nachdem, wen Sie auf sich aufmerksam machen möchten.

Falls Sie Unterstützung benötigen, wenden Sie sich einfach direkt an die Werbeagentur Ihres Vertrauens 😉

Individuelles Anschreiben statt Massenakquise

Sollten Sie sich bei LinkedIn, Xing und Co. auf die Suche nach neuen Kollegen machen, empfehlen wir Ihnen, individuelle Anschreiben zu verfassen. Schließlich sind Sie in der Situation des Bewerbers und für diesen gilt immer noch: „Dein Anschreiben muss individuell ausgerichtet sein. Verschick’ bloß kein Massenschreiben, in dem du nur Anrede und Adresse änderst.“

In einem individuellen Anschreiben können Sie dem potentiellen Mitarbeiter zeigen, dass Sie sich mit seinem Profil beschäftigt haben und ganz persönlich an ihm und nicht nur an irgendjemandem interessiert sind, der den Job halt machen muss. Außerdem können Sie durch eine authentische Schreibweise bereits Ihr Unternehmen repräsentieren. Vergessen Sie auch nicht, dem potentiellen Mitarbeiter den Job schmackhaft zu machen. Überlegen Sie aufgrund seines Profils, an welchen Informationen zu Ihrem Unternehmen, Team und Benefits er besonders interessiert sein könnte.

Und in der kommenden Folge widmen wir uns der großen Frage: „Was wollen Mitarbeiter wirklich?“ Abonnieren Sie doch einfach unseren Newsletter, dann erreicht die neue Folge von ganz alleine Ihr Mail-Postfach.