Autor: Kora Blanken

Ältere Herren und neues Equpiment – unser photokina-Besuch

Wir wollen bessere Bilder, innovative Moves und noch mehr Spaß an Foto und Film. Deshalb haben wir am Freitag die photokina in Köln besucht. Dort gingen wir auf die Jagd nach neuen Ideen und vor allem nach passendem Equipment – mit Erfolg. Die Entscheidung ist getroffen.

Wanted: Neues Foto- und Video-Equipment

Bald kann das Team der medienweite mit einer neuen Kamera arbeiten. Das gute Stück weist exzellente Werte in allen entscheidenden Bereichen auf. Außerdem hat das Modell tolle Gimmicks. Zum Beispiel einen super AutofokusOhne große Aufwände, setzt die Kamera immer den richtigen Fokus auf die Augen. Damit kann der Kameramann sich voll auf all seine andere Aufgaben hinter der Linse konzentrieren.

Das konnten wir auch selbst ausprobieren. An einem Stand von Sony haben zwei BMX-Fahrer ihr Können unter Beweis gestellt. Mit der neuen Kamera ließen sich super Aufnahmen davon machen – mit perfekt gesetztem Fokus im Automatikbetrieb. Um diese Technik in Zukunft richtig nutzen zu könne, wollen wir zusätzlich auf eine FlyCam setzen. Das ist ein Stativ, mit dem sich die Kamera in der Bewegung stabilisieren lässt. Mit Hilfe von Motoren tariert das Spezialstativ die Kamera immer wieder richtig aus … Verwackeln war gestern – für den perfekten Kino-Look.

Außerdem werden wir mit unserer Kamera Zeitlupenaufnahmen produzieren können. Zwar ist es schon lange möglich, Standardaufnahmen im Schnitt unter Zeitlupe laufen zu lassen, doch so wirklich gut sieht das nicht aus. Mit der neuen Funktion haben wir bei unserer Videoproduktion in Zukunft die Möglichkeit, komplexe Vorgänge verlangsamt darzustellen oder es für ästhetische Aufnahmen einzusetzen. Zudem können wir auf diese Weise das Tempo in unseren Filmen variieren und damit eine spannende Dynamik schaffen.

Die photokina in Köln

Die photokina wurde bereits 1950 ins Leben gerufen. Allerdings fand die Messe bis 1966 nur in unregelmäßigen Abständen statt. Anschließend entschied man sich für einen zweijährigen Turnus. Zudem war die Veranstaltung zunächst als Fachmesse angelegt. Erst Ende der 80er Jahre öffnete der Veranstalter sie auch für Amateure. In diesem Jahr kamen laut der Kölnmesse GmbH rund 180.000 Besucher.

Ab 2019 wird die photokina jährlich stattfinden. Außerdem ist der Termin nicht für den Herbst, sondern bereits für das Frühjahr geplant. Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kölnmesse GmbH, erwartet auf den kommenden Messen vor allem Wachstum in zwei spannenden Bereichen:

Einige Unternehmen haben bereits signalisiert, dass sie basierend auf dem Erlebnis in diesem Jahr in 2019 vergrößern, wiederkehren oder zum ersten Mal ausstellen möchten. Das betrifft insbesondere den Bereich Broadcast und Cine, in dem wir 2019 besonders viel Wachstum erwarten. (Pressemitteilung Koelnmesse GmbH

Das medienweite-Fazit zur photokina 2018

Wir konnten uns bei unserem eintägigen Besuch der photokina von dem Equipment, das wir schon zuvor ins Auge gefasst hatten, überzeugen. Allerdings waren wir etwas enttäuscht von den Angeboten in Richtung Social-Media-Fotografie und -Videografie. Gerne hätten wir uns auch mit den Neuigkeiten und Trends in diese Richtung auseinandergesetzt.

Das könnte auch erklären, warum die photokina besonders stark von älteren Herren und weniger von  jungen Menschen besucht war. Vielleicht ändert sich dies ja in der Folgeausgabe. Erste Hinweise, dass die photokina auch die Trends in den Sozialen Medien nicht außer Acht lässt, gab es in diesem Jahr schon. So haben wir beispielsweise einen Vortrag von Shawn Bu besucht. Der Regisseur und Bruder des bekannten Youtubers Julien Bam richtete sich mit seiner Präsentation an die nächste Generation der Filmemacher. 



Autor: Kora Blanken

Leserbrief eines Kommas

Am 24. September ist der Tag des Satzzeichens. Uns hat dazu ein Brief erreicht, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten. Absender ist ein Komma.

Offene Worte zum Tag des Satzzeichens

Lieber Zeichensetzer,

ja, ich weiß. Du magst mich nicht sonderlich. Und das verstehe ich auch. Ich bin anstrengend und oft zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber mal Hand auf die Tastatur. Das liegt doch vor allem an dir. Setz’ mich doch einfach an die richtige Stelle. Dann kann ich sogar zum Retter werden.

Ich will ja nicht auf die Tränendrüse drücken, aber ich habe wirklich schon Furchtbares erlebt. Eine Geschichte, die noch immer im Internet kursiert, muss ich dir unbedingt erzählen. Damals kam ich bei einem König zum Einsatz, der einen Verbrecher hängen lassen wollte. Als er in letzter Sekunde von der Unschuld des Mannes erfuhr, schrieb er schnell eine Nachricht an den Scharfrichter.

Wartet nicht, hängen!

Das stand darauf. Furchtbar! Der König hatte mich, das Komma, an die falsche Stelle gesetzt. Der Mann kam an den Galgen. Der König aber hatte schreiben wollen:

Wartet, nicht hängen!

Schöpfer des ersten Kommas war übrigens der Buchdrucker Aldus Manutius. Nachdem die alten Griechen schon mit meinen – zugegeben etwas beschränkten – Vorfahren zu tun hatten, erkannte Manutius meine wahre Bedeutung und setzte mich in seinen Druckerzeugnissen ein. Von da an ging es jahundertelang steil bergauf.

Doch irgendwie scheint meine Hochzeit vorbei. Obwohl immer mehr Texte geschrieben und gedruckt werden, komme ich, das Komma, immer seltener vor. Zumindest habe ich das Gefühl. Und richtig umgehen kann auch nicht mehr jeder mit mir. Als schlimmste Beleidigung empfinde ich es übrigens, dass das Semikolon – dieser Bastard aus Komma und Punkt – inflationär gebraucht wird. #Zwinkersmiley

Kommaregeln einfach erklärt

Komisch, wenn es nicht um Worte geht, sondern um Zahlen, bin ich dir plötzlich an der richtigen Stelle besonders wichtig. Ob du an der Kasse 15,00 Euro bezahlst oder 1500 Euro ist dir nämlich doch nicht egal … Okay, okay, ich will nicht weiter meckern. Ich bin ja froh, dass es mich überhaupt noch gibt. Vielleicht können wir einfach ein paar Umgangsregeln vereinbaren, damit du mich nicht so oft in die Bredouille bringst. Im Gegenzug lasse ich mich dann einfacher setzen. Ich bin mir sicher, wenn du mich erst einmal verstanden hast, fällt dir das gar nicht mehr so schwer.

1. Setz’ mich bitte in Aufzählungen: 


Die Texte der Webseite, des Newsletters und des Kundenmagazins müssen überarbeitet werden.

2. Setz’ mich bitte vor und nach einer Apposition (Beifügung): 


Für das Kundenmagazin, das neu aufgelegt werden soll, brauchen wir neue Texte.

3. Setz’ mich bitte vor und nach einer Parenthese (Einschub):

Die Webseite, ein Aushängeschild für viele Unternehmen, ist heute kaum mehr wegzudenken.

4. Trenne Nebensätze bitte durch mich ab:

Der Newsletter wird meist per Mail verschickt, während das Kundenmagazin in der Regel per Post zugestellt wird.

5. Setze mich – wenn nötig – auch vor einem und.
Du hast gelernt, dass ich nie vor einem und stehen darf? Das ist falsch. Vor vielen und – das ist richtig – bin ich Fehl am Platz. Hier zum Beispiel:

Das Komma und der Punkt sollten richtig gesetzt werden.
Das Komma trennt zum Beispiel Nebensätze und der der Punkt beendet einen Satz.

Aber, Achtung! Wenn das und direkt vor einem Einschub steht, muss ich davor gesetzt werden:

Das Komma, das beispielsweise Nebensätze trennt, und der Punkt, der am Satzende gesetzt wird, sind häufige Satzzeichen.

6. Bitte vergiss mich nicht in Datums- und Zeitabgaben:

Am Montag, den 24. September, ist der Tag des Satzzeichens.

7. Vergiss mich auch nicht zwischen der direkten Rede und anderen Satzteilen – auch nicht, wenn die direkte Rede mit einem Frage- oder Ausrufezeichen abschließt.

„Wann ist endlich Tag des Satzzeichens?“, fragte das Komma.
„Heute!“, sagte das Komma.

Das Komma dankt

Egal ob in deinem Blog oder Newsletter, auf den Texten deiner Webseite oder deiner Abschlussarbeit – wenn du dich an einige dieser Umgangsregeln hältst, wäre ich dir sehr dankbar. Und deine Leser sind es ganz bestimmt auch.

Du möchtest noch mehr über mich lernen? Dann schlag am besten hier nach. Der Rat für Rechtschreibung hat quasi einen Komma-Knigge entworfen … und zeigt dir auch, welche Vorlieben all meine Verwandten, etwa der Punkt und der Bindestrich, haben.

Und solltest du dir mit einem Text unsicher sein, kannst du ihn auch vom Team der medienweite Korrekturlesen lassen. Die haben sich schon viel mit mir auseinandergesetzt. In diesem Sinne …

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!

Dein Komma



Autor: Kora Blanken

Auf der Jagd nach den neuesten Marketing-Trends – unser DMEXCO-Besuch

Der Osnabrücker Hauptbahnhof am Mittwochmorgen. Es ist früh, eigentlich zu früh. Doch um von den neusten Trends der digitalen Welt zu hören, steigen wir sogar um 6:39 Uhr in den Zug nach Köln. Die DMEXCO ruft: noch größer und noch voller als in den vergangenen Jahren. 41.000 Besucher kommen zu dem Treffen der digitalen Wirtschaft. Außerdem präsentieren sich auf der DMEXCO 1.000 Aussteller aus 40 Ländern.

Den ersten Höhepunkt des Tages aber erleben wir noch im Zug: Er erreicht pünktlich um 8:51 Uhr Köln Hauptbahnhof. Da ist selbst der Schaffner ganz aus dem Häuschen … Nach einem kleinen Abstecher ins Hotel geht es zum Check-In in die Kölnmesse – natürlich per Digitalticket. In den kommenden zwei Tagen besuchen wir viele Vorträge und Gesprächsrunden, in denen mehr als 550 Speaker von ihren Erfahrungen berichten und Einschätzungen zu den digitalen Trends der Zukunft geben. Wir haben wirklich viel mitgenommen. 

Von der Wiege bis zur Bahre … 

… Formulare, Formulare. Daran hat sich auch im digitalen Zeitalter nichts geändert. Wer im Internet unterwegs ist, kann über Formulare viel erreichen. Doch die Experten üben auch Kritik. Formulare im Internet seien häufig zu kompliziert und zu wenig zielgruppenspezifisch. Hieran sollten die Entwickler ebenso arbeiten, wie an der Verbesserung automatischer Abfragen.

Video ist King!

Unter den Millennials wird die Generation verstanden, die heute zwischen 16 und 35 Jahre alt ist. Sie gilt als erste Generation der Digital Natives. Einhellige Meinung der Experten: Video ist die Zukunft. Schon jetzt ist das Video das Medium im Internet – sogar für noch ältere Zielgruppen. Das geschrieben Wort und klassische Online-Anzeigen verlieren in der digitalen Welt zunehmend an Bedeutung. Das hat natürlich Folgen für ein gezieltes Marketing. Wer seine Zielgruppen, allen voran die Millennials, erreichen will, wird diesen Kanal weiter ausbauen müssen. Darüber hinaus wird die klassische Produktwerbung weiter zurückgehen. Content ist und bleibt King. Wer gute Inhalte präsentiert und sie mit seiner Marke verknüpft, ist nach wie vor auf dem richtigen Weg. Markenbildung also, statt Produktwerbung.

Journalisten sind überflüssig?!

Ja und nein. Hier sind sich die befragten Experten auf der DMEXCO nicht einig. Während manche von ihnen die Meinung vertreten, dass alle Texte bald von Robotern geschrieben werden und Journalisten damit überflüssig machen, grenzen andere die Entwicklung ein. Einfache Nachrichten – Wetter- oder Sportmeldungen beispielsweise – werden bereits automatisch generiert, indem sie Informationen von Datenbanken abgreifen und diese in einen passende Text-Schnipsel einsetzen. Das werde in Zukunft sicherlich zunehmen. Doch neue Ideen könne kein Roboter mit Hilfe von Datenbanken entwickeln. Texte mit einer besonderen Drehe und Storytelling für Marken werden damit wohl auch weiterhin von Menschenhand gemacht.

Unter Beobachtung: Werbung bei YouTube und Amazon

YouTube ist bei Werbetreibenden ein noch unterschätzter Kanal. Dabei ist die Plattform mittlerweile zur zweitgrößten Suchmaschine der Welt avanciert. How-Tos und Tutorials etwa werden nicht mehr ergoogelt, sondern direkt über diesen Kanal gesucht. Da wundert es, dass YouTube als Werbekanal noch vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich das aber bald ändern. Und auch Amazon hat in Sachen Werbung noch viel Luft nach oben. Zwei Kanäle, die Unternehmen und Werber in der kommenden Zeit gut beobachten sollten.

Schöne neue Werbewelt: e-Sport auf dem Vormarsch

TimoX – das ist ein Spieler beim VfL Wolfsburg. Der 21-Jährige ist aber nicht auf dem heiligen Rasen der Volkswagen Arena sondern auf dem digitalen Spielfeld unterwegs. In Pro-Gamer, die e-Sport betreiben, wird zunehmend Geld investiert. Nicht nur Fußballvereine wie Paris St. Germain oder Manchester City, sondern auch einige deutsche Mannschaften haben mittlerweile eigene e-Sports-Teams. Das zunehmende Interesse daran öffnet auch der Werbewelt neue Türen.

Hierzu noch eine kleine Anekdote am Rande: Im Taxi auf dem Weg zur DMEXCO hörten wir in den Nachrichten von einem neuen Trend in den USA. Hier sollen Eltern ihren Kindern Nachhilfe im Zocken zahlen – unter anderem mit dem Hintergedanken, den Teenagern eine Karriere als e-Sportler zu ermöglichen.

Mehrsprachigkeit größer denken

Eine Webseite in mehreren Sprachen ist im Regelfall kein Problem. Doch oft wird zu kurz gedacht. Für eine gute User Experience sind nicht alleine Texte in der richtigen Sprache von Bedeutung, sondern auch an welcher Stelle sie stehen. Darüber hinaus ist entscheidend, wie und wo alle anderen Webseiten-Elemente präsentiert werden. Das Surfverhalten ist von Land zu Land unterschiedlich. Im Idealfall ist eine Webseite natürlich daran angepasst.

Reichlich Infos für zwei Tage, die natürlich erst einmal genau überdacht werden müssen. Das geht der Erfahrung nach am besten im „Haxnhaus“ bei „lecker Essen und Kölsch“. Unser Besuch der Gaststätte direkt am Rhein nach dem ersten Tag der DMEXCO ist mittlerweile zur Tradition geworden.

Markenbildung als zentrale Aufgabe von Werbeagenturen

Voice heißt eines der Marketing-Zauberwörter in diesem Jahr. Sprachsteuerassistenten wie Alexa und Siri werden uns wohl auch in der nahen Zukunft begleiten und immer mehr Aufgaben abnehmen. An dieser Stelle hat das Marketing eine besonders wichtige Aufgabe: Markenbildung! Denn wenn Kunden per Sprachsteuerung im Onlineshop beispielsweise nur „Batterien“ bestellen, werden sie irgendein Produkt erhalten. Marken müssen sich daher herausschälen und User dazu bringen, ihre Marke zu nennen.

Die Buzzwords der Messe

Natürlich gibt es an diesem Abend viel Gesprächsstoff – auch zu den Buzzwords der DMEXCO 2018. Jedes Jahr überlegt sich die Branche neue hübsche Wörter, die klug klingen, aber nicht immer viel sagen. Auch dieses Jahr haben wir wieder eine Liste der Top-Buzzwords aufgestellt. Was sie bedeuten, erklärten wir in unserem Glossar Werbisch – Deutsch.

  1. Funnel
  2. KPI (Key Performance Indicator)
  3. Customer Journey
  4. Heritage
  5. Brand-Awareness
  6. Lookelike-Audience
  7. AI (Artificial Intelligence)
  8. ML (Machine Learning)
  9. Voice

Back in town

Die DMEXCO 2018 hat sich auf jeden Fall gelohnt.  „Für uns als Werbeagentur ist es immer gut, die neuesten Trends aus der Branche mitzubekommen“, sagt René. „Dafür ist die DMEXCO auf jeden Fall der richtige Ort.“ Nach dem zweiten Messetag geht es am Nachmittag – für zwei Drittel der Gruppe schlafend – im Zug zurück zum Osnabrücker Hauptbahnhof – mit vielen Ideen im Gepäck und immerhin nur 10 Minuten Verspätung.  

 



Autor: Lina

Hashtag – eine Raute regiert das Netz

Hashtag ist ein mittlerweile weltbekanntes Wort. Bereits 2007 wurde die Raute durch Twitter populär. Und nicht nur im Netz ist es dauerhaft präsent, sondern auch in Werbung oder sogar auf T-Shirts. Erstaunlich aber wahr: Viele von denen, die es schon mal gehört oder gesehen haben können damit nichts anfangen.

Dabei ist Hashtag, die Raute #, die einem Social Media Beitrag Flügel verleihen kann.

  • Lina
    Gastautor
    Lina

    Lina, eigentlich Carolina, ist Jahrgang 1997 und bereitet sich in einem 3-monatigen Praktikum bei der medienweite auf ihr Studium im Bereich BWL und Medienmanagement vor. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten hinter der Kamera oder als Gruppenleiterin bei den Wallenhorster Pfadfindern.